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Fiber for Future – Wie wir Deutschland mit der besten digitalen Infrastruktur nachhaltig digitalisieren

Die Corona-Pandemie hat uns allen gezeigt: Deutschland muss in vielen Bereichen schneller und digitaler werden. Deutschland hat beispielsweise in der digitalen Bildung, bei der digitalen Verwaltung oder bei digitalen Gesundheitslösungen großen Nachholbedarf. Wir brauchen mehr Mut für den Einsatz digitaler Technologien als wichtige Problemlöser, um die größten Herausforderungen unserer Zeit, die Corona-Pandemie und die Klimakrise erfolgreich zu bewältigen, uns vor zukünftigen unvorhersehbaren Ereignissen zu wappnen und Deutschland zu einer echten Digitalnation zu machen.

Um das Potential der Digitalisierung auszuschöpfen und die Entwicklung innovativer Digitaldienste zu ermöglichen, braucht Deutschland die beste digitale Infrastruktur. Das bedeutet: zukunftssichere Glasfasernetze bis in die Gebäude und Wohnungen. Mit flächendeckenden Glasfasernetzen als Schlagadern der Digitalisierung stärken wir den Wirtschaftsstandort Deutschland und schaffen eine wichtige Grundlage für ein attraktives Leben und Arbeiten in der Stadt und auf dem Land.

Positiv ist: Die Weichen dafür sind gestellt. Der Glasfaserausbau in Deutschland hat deutlich an Fahrt aufgenommen und erreicht immer mehr Bürger:innen, Schulen, Unternehmen und weitere wichtige Einrichtungen. Damit wir beim Ausbau der Glasfasernetze aber noch mehr Tempo machen, brauchen wir neben realistischen Zielen neue Ideen und einen klaren Plan für die entscheidende Etappe des Ausbaus.

  1. Geld allein baut keine Glasfasernetze – Wie wir den Ausbau wirklich beschleunigen

    Ein flächendeckendes Glasfasernetz in Deutschland zu bauen kostet viel Geld und braucht Zeit. Die gute Nachricht ist: An fehlenden Finanzmitteln wird der Ausbau nicht scheitern. Geld ist durch den Einstieg zahlreicher Investoren wie Pensionsfonds, Versicherern und Finanzinvestoren vorhanden. In Zeiten von Niedrig- bzw. Nullzinsen bieten langfristige Investitionen in die digitale Infrastruktur solide Renditen. Allein die im BREKO organisierten Telekommunikationsunternehmen werden in den nächsten Jahren deutlich mehr als 20 Mrd. Euro in den Ausbau investieren. 

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  2. Gesetzliche Vorgaben vor Ort umsetzen

    Die gesetzlichen Weichen für den weiteren Glas-faserausbau sind durch das neue Telekommunikationsmodernisierungsgesetz gestellt, das im Dezember dieses Jahres in Kraft treten wird. Das neue Gesetz nutzt zwar nicht alle Möglichkeiten zur Ausbaubeschleunigung, es enthält aber einige Ansätze für einen schnelleren Ausbau. Einfache und digitale Genehmigungsverfahren ermöglichen bessere Ausbauplanungen und eine sinnvolle Verteilung der bestehenden Ressourcen. Mit modernen Verlegeverfahren lassen sich nicht nur in gleicher Bauzeit deutlich mehr Haushalte ans Glasfasernetz anschließen als im konventionellen Tiefbau. Die Verfahren sind aufgrund der geringen Eingriffsintensität und dem damit verbundenen niedrigeren Materialeinsatz auch ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit.  

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  3. Staatliche Ausbauverpflichtungen bremsen den Glasfaserausbau

    Staatliche Versorgungs- und Ausbauverpflichtungen beim Glasfaserausbau, wie sie teilweise gefordert werden, sind kein geeignetes Mittel zur Beschleunigung des Ausbaus.  

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  4. Wo Glasfaser draufsteht, muss auch Glasfaser drin sein

    Wir sollten Schluss damit machen, von Gigabit oder Gigabitnetzen zu sprechen. Deutschland braucht flächendeckend eine zukunftssichere digitale Infrastruktur für die nächsten Jahrzehnte, unabhängig von Bandbreiten. Die Glasfaser ist dabei die digitale Infrastruktur für die Anforderungen von heute, morgen und übermorgen.  

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  5. Glasfaserausbau für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz

    Glasfasernetze sind Kernbestandteil einer energieeffizienten und nachhaltigen digitalen Infrastruktur und ein Fundament für die Digitalisierung. Sie verbrauchen im laufenden Betrieb bis zu siebzehnmal weniger Energie als herkömmliche Kupfernetze (Gutachten der Technischen Hochschule Mittelhessen). Bei einer flächendeckenden Glasfaserversorgung aller Haushalte lassen sich so bis zu 240 Megawatt einsparen. Zum Ver-gleich: Ein Kohle-Kraftwerk erreicht eine Leistung von 100 – 1.000 Megawatt.  

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  6. Digitalministerium ja – aber auf die Ausgestaltung kommt es an

    Deutschland braucht ein Ministerium für die digitale Transformation. Dabei ist die klare Zuweisung von Themen mit übergeordneter Bedeutung für alle Bereiche der Digitalisierung, die bislang auf verschiedene Ministerien verteilt sind, ganz besonders wichtig. Dazu gehören digitale Infrastruktur, IT-Sicherheit, Verwaltungsmodernisierung, der Einsatz künstlicher Intelligenz, Quantencomputing sowie das frühzeitige Erkennen von zukunftsträchtigen Innovationen. 

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  7. Regionaler Glasfaserausbau ist gelebte digitale Souveränität

    Die in Deutschland bereits vorhandenen und zukünftig entstehenden regionalen Glasfasernetze sind ein Garant für die Verbesserung digitaler Souveränität in Deutschland. 

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  8. Fazit

    Deutschland braucht mehr Mut und Entschlossenheit auf allen politischen Ebenen, um die Digitalisierung voranzutreiben. Insbesondere bei der Verwaltungsmodernisierung sollte eine einheitliche Linie von Bund, Ländern und Kommunen verfolgt werden.

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