Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Um die Klimakrise zu meistern, müssen wir unser Leben umgestalten. Dabei kann uns die Digitalisierung umweltbelastender Prozesse helfen, weniger CO2 zu produzieren und so die Umweltbelastung zu senken. Schon ein paar Beispiele geben Aufschluss über das enorme Potential der Digitalisierung für eine Reduzierung des Stromverbrauchs, einen geringeren CO2-Ausstoß und damit mehr Klimaschutz:

I. Homeoffice, Videokonferenzen, E-Learning

  • Homeoffice bietet neben der Einsparung von Verkehrsemissionen durch verringerte Reisetätigkeiten positive soziale Effekte auf das Familienleben.
  • Videokonferenzen ersetzen Geschäftsreisen und ermöglichen bei gleich-zeitiger Einsparung von CO2 sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich in Kontakt zu bleiben.
  • E-Learning-Angebote ermöglichen das digitale, ortsunabhängige Lernen, nicht nur in Krisenzeiten.

II. Intelligente Verkehrssteuerung und Lösungen zur Verkehrswende

  • Intelligente Verkehrssysteme können Verkehrsströme sinnvoll steuern, um Staus zu vermeiden, Fahrzeuge besser auszulasten und damit das Emissionsaufkommen zu verringern.
  • Autonom fahrende Fahrzeuge, die digital gesteuert werden, können zu effizienterer Fahrzeugnutzung führen.

III. Optimierte Energiesysteme und „Smart Metering“ als Bestandteile der Energiewende

  • Effizientes Energieflussmanagement führt zu Netto-Energieeinsparung. Ein wesentlicher Bestandteil ist das „Smart Metering“.
  • Durch den Einsatz von automatisierten Steuerungssystemen werden Energienachfrage und -angebot bestmöglich aufeinander abstimmt, die Energie effizienter genutzt und mit fluktuierenden erneuerbaren Energiequellen abgestimmt.

Damit sich diese Technologien bestmöglich entfalten können, benötigen wir flächendeckende Glasfasernetze. Dabei tragen nicht nur digitale Anwendungen, sondern auch Glasfaserkabel selbst zum Klimaschutz bei. Mit einem nahezu unbegrenzten Datentransport sind sie Kernbestandteil einer energieeffizienten und nachhaltigen digitalen Infrastruktur. Sie verbrauchen im laufenden Betrieb bis zu 17-mal weniger Energie als herkömmliche Kupfernetze. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Technischen Hochschule Mittelhessen, das die Nachhaltigkeit echter Glasfasernetze (FTTH – Fiber to the home) und kupferbasierter Telekommunikationsnetze (FTTC – fiber to the curb) vergleicht. Dass Glasfaser die klimafreundlichste Art der Datenübertragung ist, belegt auch eine Untersuchung des Umweltbundesamtes. Eine Stunde Videostreaming über Glasfasernetze produziert 2 Gramm CO2. Bei kupferbasierten Netzen ist er doppelt so hoch, bei Mobilfunk über 4G und 5G liegt er noch höher.

Lesen Sie auch die Studie des Umweltbundesamtes:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/politische-handlungsempfehlungen-green-cloud-computing_2020_09_07.pdf

Treibhausgasemissionen Videostreaming Rechenzentrum und Übertragungsweg

Quelle: Umweltbundesamt

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